Wochenende in Bildern – Wie sich das Leben mit dem Frühlingsanfang ändert

Wie auch in Deutschland war das Wetter hier in Mailand an diesem Wochenende wunderschön und eigentlich viel zu warm für den Frühlingsanfang. Wir hatten teilweise 30 Grad und es schien eher Juli als April zu sein.

Silvio hatte auch frei (er muss einmal im Monat am Wochenende arbeiten und hat Bereitschaftsdienst im Krankenhaus) und wir konnten die gemeinsame Zeit als Familie richtig genießen.

Am Samstagvormittag haben wir spontan entschlossen, mit Freunden und deren dreijähriger Tochter zum Mittagessen auf einen nahe gelegenen Bauernhof zu fahren und dort dann den Nachmittag zu verbringen. Dort konnten wir dann Schweine und Kühe sehen (und auch riechen), was für die zwei Kinder das Größte war. Valentino hat mittlerweile schon ein ausgereiftes Repertoire an Tierlauten und grunzte und muhte als er die Tiere sah. Das füttern der Kühe war natürlich auch ein Highlight. Ohne müde zu werden haben die beiden die Futterkrippe mit Heu gefüllt.

Das Leben spielt sich jetzt draußen ab

Essengehen ist mit Kleinkindern zwar nicht mehr so entspannt wie früher, man kann sich nicht einfach hinsetzen und in Ruhe genießen, aber in Gesellschaft von anderen Paaren mit Kindern und mit der richtigen Location wie ein Bauernhof ist alles viel einfacher. Man kann sich gegenseitig helfen, mal passt der eine auf die herumtobenden Kinder auf und dann der andere. Vor allem in dieser Jahreszeit ist es nicht so schwer, auf die Kinder aufzupassen. Sie können ja viel draußen herum toben.

Sonntag war dann brunchen im Garten bei unseren Freunden angesagt. Valentino hatte so viel Spaß an der Katze unserer Freunde. Aber vor allem gefiel ihm der Wasserschlauch, sodass er am Ende komplett nass war.

Frühlingsanfang

Spielplatz und Park

Mit diesem atemberaubenden Frühlingsanfang, der eher einem Sommeranfang gleicht, beginnt für uns auch eine tolle Zeit, in der wir viel draußen sind, in den Park gehen, im Garten spielen… Die Lebensqualität scheint so viel besser zu sein, als im Winter. Alles ist einfacher. Man muss sich und die Kinder nicht schichtweise anziehen, bevor man das Haus verlässt. Man kann die Kleinen einfach im Freien laufen lassen und wenn sie sich mal nass machen, passiert dabei auch nichts. Auch die Möglichkeiten für Ausflüge werden zahlreicher. Wir haben zwar hier in Mailand viele weltbekannte Skigebiete und wundervolle Gebirge in der Nähe, haben aber diesen Winter aufgrund von Krankheiten usw. nicht einen einzigen Ausflug in die Berge gemacht. Das ständige zu Hause eingesperrt sein, machte mich wirklich ganz irre. Bis vor kurzem gab es noch Wintertemperaturen und Regen und jetzt auf einmal ist der Sommer da. Das fühlt sich an wie neu geboren werden. Ich muss auch erwähnen, dass die Italiener im Winter nicht mit ihren Kindern rausgehen und es somit nicht auf Regen und Matsch eingestellt sind.

Ende des Winterschlafs

Im Winter ist der Spielplatz leer und verlassen. Man trifft keine Menschenseele an. Das Leben spielt sich von November bis März in geschlossenen Räumen ab. Den Unterschied zu deutschen Kindern habe ich bei meiner Schwester gesehen, als ich sie im März mit Valentino besucht habe. Die Kinder werden in Matschanzüge gesteckt und in den Sandkasten gesetzt. Auf Spielplätzen sieht man Mamis, die sich mit Tee und Kaffee in Thermoskannen und Plätzchen auf der Bank die Zeit vertreiben und quatschen, während sie den Kindern beim Spielen zuschauen.

Den Begriff „Matschhose“ kennt man hier gar nicht. Das lethargische Leben wird schnell aufgegeben, sobald die ersten Sonnenstrahlen rauskommen. Zur jetzigen Zeit sind Spielplätze und Parks überfüllt und voller lebendiger Kinder. Es ist so schön, diese Momente an der frischen Luft wieder zu erleben und Mamis zu treffen, die man schon seit Monaten nicht mehr gesehen hat. Es gibt einem das Gefühl, in einem lebendigen Ort zu leben.

Endlich Frühlingsanfang!

Sobald sich der Frühlingsanfang naht, werden auch wieder Feste und Events organisiert, so wie z.B. die Blumen-Messe in unserem Ort, die vor zwei Wochen stattfand oder das Street Food Festival, welches nächsten Monat sein wird. Aber auch ohne besondere Events oder Ausflüge kann man die Wochenenden ab April viel besser genießen, selbst wenn man einfach nur zu Hause bleibt und auf der „Piazza“ Freunde trifft und mit einem Cappuccino in der Hand das Treiben der Kinder beobachtet.

Wenn ich in den letzten Tagen Valentino vom Kindergarten abhole, sind alle immer draußen auf der Wiese. Es ist so schön zu sehen, wie sie sich alle im Gras tummeln und Gänseblümchen pflücken. Im Winter wird hier nicht raus gegangen, wie ich weiter oben bereits erwähnt habe. Valentino möchte am liebsten den ganzen Tag an der frischen Luft sein. Sobald er merkt, wir wollen reingehen, fängt er an zu meckern und wir müssen ihn regelrecht schnappen, damit er nicht wieder zur Tür heraus läuft.

Garten – Work in Progress

Momentan sind wir nachmittags viel auf dem Spielplatz, da unser Garten zurzeit in Bearbeitung ist. Wir sind letztes Jahr im Januar erst hier her gezogen und haben die Gestaltung des Gartens erst einmal verschoben. Dieses Jahr muss aber unbedingt Hand angelegt werden, da der Rasen einfach nicht wächst und voller Unkraut ist. Deshalb kann ihn Valentino noch nicht wirklich nutzen, aber ich hoffe, dass das in ein paar Wochen anders aussehen wird und wir viel Zeit dort verbringen können. Unser Lebensraum zu Hause vergrößert sich dadurch deutlich, da unsere Wohnung nicht so sehr groß und der Platz beschränkt ist.

Hier könnt ihr nachlesen, wie unser Garten einmal aussieht, wenn er fertig ist.

Ich hoffe, ihr konntet den Frühlingsanfang und die warmen Temperaturen am Wochenende auch so genießen wie wir. Ich freue mich auf jeden Fall auf eine tolle Zeit an der frischen Luft.

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