Wochenende in Bildern – Die Oma kommt zu Besuch

Es ist mal wieder Zeit für einen Wochenendbericht. Dieses Wochenende war auch richtig was los. Unsere Oma aus Deutschland kam uns nämlich besuchen. Am Donnerstag haben wir sie vom Flughafen abgeholt. Valentino war richtig begeistert von den vielen Flugzeugen, die wir landen und starten gesehen haben.

Am ersten Tag haben wir nur noch schön den Abend ausklingen lassen und sind nach dem Essen gleich schlafen gegangen. Der Kleine hatte Glück und musste auch nicht in den Kindergarten, sodass er seine Oma richtig genießen konnte. Nach anfänglicher Schüchternheit taute er auch auf und wollte nur noch seine Oma. Er sagt auch hier nicht das deutsche Wort, sondern nennt sie “nonna”, auf italienisch. Ich bin aber zufrieden, dass er zumindest alles auf deutsch versteht.

Gelato und Pizza in Mailand

Das Highlight des Freitags war der abendliche Ausflug in die Stadt. In der Gelateria della Musica gibt es das beste Eis der Stadt. Meine Lieblingssorte ist Basilikum-Zitrone. So eine frische sommerliche Eissorte findet man nirgends. Auch die Obstsorten sind ein Traum. Man hat das Gefühl in einen sonnengereiften Pfirsich oder in eine saftige Feige zu beißen. Die stadtbekannte Berühmtheit der Gelateria della Musica ist aber das Pistazieneis. Das gibt es in drei verschiedenen Varianten: leicht gesalzen, geröstet und für Laktose Allergiker mit Reismilch. Meinem Kleinen hat besonders Cheesecake-Eis geschmeckt. Da hat er immer “coa,coa” gesagt. “Ancora” bedeutet “nochmal” oder “noch mehr” und in seiner Babysprache ist das dann “coa”.

Silvio hatte Patienten in der Stadt und daher haben wir uns nach seinem Feierabend mit ihm bei den Navigli getroffen. Das sind die Kanäle von Mailand, wo immer viel los ist. Ich habe in diesem Beitrag schon einmal davon gesprochen. Ganz in der Nähe befindet sich das Lokal Fonderie Milanesi, wo wir vor ein paar Wochen gebruncht haben.

Letzte Woche haben wir an den Navigli eine neue Pizzeria entdeckt. Sie befindet sich ganz am Ende der Fußgängerzone des Kanals. Daher waren auch keine Touristen dort, sondern nur Italiener. Diese biologische Pizzeria hat einen traumhaften Innenhof, der ringsum mit Jasmin-Sträuchern bewachsen ist. Kann ich nur empfehlen. Organic Pizza and Food hat auch in direkt im Zentrum einen Standort, den ich noch nicht kenne. Die Lage direkt am Kanal ist aber wirklich schön.

Da sich Valentino von morgens bis abends nur von Pizza und Eis ernähren könnte, war das natürlich ein super Tag für ihn. Er hat wieder wie beim letzten Mal eine Margherita Pizza in Hasenform bekommen und war total glücklich damit. Zum Schluss hat die Oma ihm noch einen Luftballon mit Lichterkette gekauft und er war im siebten Himmel.

Oma kommt nach Mailand - Luftballon 2
Oma kommt nach Mailand - Luftballon

Lago Maggiore und Konzert auf der Piazza

Der Samstag war nicht weniger aufregend. Wir sind an den Lago Maggiore gefahren. Genauer gesagt zu den Isole Borromee. Die drei Inseln, die der Familie Borromeo gehören, können mit Booten vom Ort Stresa aus erreicht werden. Wir haben nur zwei der Inseln besichtigt. Die Isola Bella und die Isola Dei Pesactori. Auf der Isola Bella gibt es ein Museum und einen Botanischen Garten für den man aber extra Eintritt zahlen muss. Die Isola Dei Pescatori also “Fischerinsel” ist wie ein kleines buntes Dorf mit engen Gassen, in denen man spazieren kann. Mehr Infos zu den Inseln gibt es hier.

Valentino hatte besonderen Spaß am Bootfahren. Die Überfahrten sind nur sehr kurz, da die Inseln unmittelbar nebeneinander liegen. Aber die Begeisterung stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben.

Außerdem war er eifrig dabei, mit der Oma Steinchen ins Wasser zu schmeißen. Das war das Größte für ihn.

Als wir abends wieder zu Hause ankamen, gab es Abendessen und dann ein weiteres Highlight. Auf der Piazza vor der Kirche fand ein klassisches Konzert statt. Mit dem Castello im Hintergrund und dem lauen Sommerabend war die Atmosphäre perfekt. Valentino lief total aufgeregt mit den anderen Kindern über die Piazza und strahlte. Auch an diesem Abend ging er wieder spät ins Bett, aber Ausnahmen dürfen bei besonderen Anlässen gerne mal sein.

Bauernhof und mit Oma im Garten Planschen

Am Sonntag haben wir alle ausgeschlafen. Die kleine Maus ist erst um halb neun aufgewacht. Das ist für seine Verhältnisse extrem spät.

Zum Mittagessen sind wir in den nahe gelegenen Agriturismo, also Bauernhof mit Bewirtung, gefahren. Dort gab es dann Kühe, Gänse, Hühner und Enten zu sehen. Außerdem konnte man Joghurt und andere Lebensmittel aus eigener Produktion kaufen. In Italien ist dieses Konzept des Agriturismo sehr verbreitet. Das ist besonders für Kinder schön, da auch regelmäßig Lern-Aktivitäten organisiert werden. Valentino war hell auf begeistert von den Kühen. Er wollte gar nicht mehr weg und machte ständig “Kuh, muuuhh”.

Der Nachmittag war sehr schwül und heiß, sodass wir die kleine Badewanne im Garten mit Wasser gefüllt haben und Valentino reingesetzt haben. So hat er gleich seinen neuen Wasserball und die Spritzpistole ausprobiert.

Ein Pfau ganz nah

Montag war der Kleine auch nochmal zu Hause, da wir die Oma abends erst an den Flughafen bringen mussten. Also haben wir beim Viridea, dem Gartencenter unseres Ortes, mit Cornetto und Cappuccino gefrühstückt. Als wir zu den Rehen gingen, stand auf einmal der kunterbunte Pfau vor uns. Er hatte seinen Federkranz komplett geöffnet und stellte ihn ganz offen zur Schau.

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