Alles, was du zu einer Schwangerschaft in Italien wissen musst

Wie läuft eigentlich eine Schwangerschaft in Italien ab? Was ist anders als in Deutschland? Worauf muss ich achten? Wie sieht der Mutterschutz aus? In Foren oder in Facebook-Gruppen deutscher Auswanderer habe ich in letzter Zeit öfter diese Fragen gelesen. Nachdem ich jetzt schon die zweite Schwangerschaft in diesem Land erlebe, möchte ich euch gerne meine Erfahrungen mitteilen.

Das italienische Gesundheitssystem

Das italienische Gesundheitssystem funktioniert anders als das deutsche. Viele Untersuchungen werden direkt im Krankenhaus gemacht. Die nationale Krankenkasse übernimmt nicht die Kosten spezialisierter Praxen. Diese zahlt der Patient privat. Spezialisierte Ärzte empfangen sowohl auf Kassen-Basis als auch privat.

Frauenärzte arbeiten auch in sogenannten Familien-Beratungsstellen (consultorio familiare), die zum italienischen Gesundheitssystem gehören. In der Schwangerschaft kann man sich an solche Beratungsstellen wenden. Eine Liste der Stellen gibt es auf der Seite des ASL (Azienda Sanitaria Locale). Einfach ASL und die jeweilige Stadt in Google eingeben und direkt kontaktieren.

Privat oder über die Krankenversicherung?

Am Anfang jeder Terminvereinbarung steht der Hausarzt. Wer nach Italien umsiedelt, sollte sich sofort bei ihm anmelden. Welcher Arzt für einen zuständig ist, hängt von dem Bezirk ab, in dem man seinen festen Wohnsitz hat. Die Anmeldung erfolgt immer beim ASL dieses Bezirks. Das ist die Schnittstelle für alle bürokratischen Dinge des Gesundheitssystems.

Bevor man also einen Termin bei einem Spezialisten beantragt, muss man sich eine Überweisung vom Hausarzt holen. Das gilt auch für Frauenarztbesuche.

Wer einen Termin über das „Sistema Sanitario Nazionale“, kurz SSN, macht, muss pro Arztbesuch ein Ticket von 28 Euro zahlen. Allerdings kann man sich hier nicht den gewünschten Arzt aussuchen und unter Umständen sind die Wartezeiten länger. Wer schnell einen Termin bei einem bestimmten Spezialisten haben möchte, muss privat zahlen. Das geht dann ohne Überweisung. Termine werden in beiden Fällen über kostenfreie Hotlines vereinbart.

Nur private „Studios“ können direkt kontaktiert werden. Das sind Praxen, wie wir sie kennen. Die Preise sind aber sehr unterschiedlich und teilweise hoch. Allerdings sind in vielenArbeitsverträgen zusätzliche private Krankenversicherungen enthalten. Die bekannteste ist Fondo Est. Man sucht sich eine Partnerpraxis aus, vereinbart einen Termin über die Versicherung und zahlt nur 20 Euro. Andernfalls kann man auch vorauszahlen und hinterher eine Rückerstattung anfordern. Die 20 Euro Selbstbeteiligung sind natürlich ausgeschlossen. Einige private Arztpraxen haben auch eine Konvention mit dem SSN. Man muss halt herausfinden, an welche Praxis man sich mit seiner Versicherung wenden kann.

Alternativen zu öffentlichen Einrichtungen

Da eine Schwangerschaft viele Termine vorsieht, kann das ganz schön teuer werden. Fondo Est stellt für Schwangere das „Pacchetto Maternità“ (Mutterschafts-Paket) zur Verfügung. Jede Rechnung wird im Voraus vom Patienten gezahlt und anschließend von Fondo Est rückerstattet. Leider gibt es hier bestimmte Limits. Zum Beispiel werden nur 4 Kontrolluntersuchungen erstattet. Außerdem beträgt die Gesamtsumme pro Schwangerschaft 1.000 Euro. Die sind schnell erreicht.

Eine gute Alternative in Mailand ist die Praxis-Kette Centro Medico Sant’Agostino. Das sind private Polikliniken mit relativ kleinen Preisen. Das ist also ein Mittelweg zwischen unorganisiertem Krankenhaus und halsabschneiderischer Privatpraxis. Ich war schon in der Schwangerschaft mit Valentino dort in Behandlung. Im Centro Medico Sant‘Agostino habe ich eine super tolle Ärztin gefunden und auch jetzt in der zweiten Schwangerschaft gehe ich zu ihr.

Schwangerschaft in Italien – Die ersten Schritte

Sobald der Schwangerschaftstest positiv ist, vereinbart man normalerweise sofort einen Arzttermin. Das ist in beiden Ländern gleich. In Deutschland legt man meist zu Beginn der Schwangerschaft alle weiteren Termine fest. Ich vereinbare den jeweils nächsten Termin immer am Ende der Untersuchung.

So etwas wie einen Mutterpass gibt es hier nicht. Man bekommt auf Nachfrage zwar ein Schwangerschaftszertifikat für den Arbeitgeber oder sonstige Zwecke, aber Details zur Schwangerschaft stehen da nicht drin.

Es besteht keine Pflicht, den Arbeitgeber über die Schwangerschaft zu informieren. Es macht aber natürlich Sinn, ihn ab einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Laufenden zu halten. Dann können auch Mutterschutz und Elternzeit eingeplant werden. Darauf gehe ich weiter unten ausführlicher ein.

Wie auch in Deutschland gilt das sofortige Arbeitsverbot für Mütter, die bestimmte Berufe ausüben. Eine Freundin von mir arbeitet bei Michael Kors als Verkäuferin. Sie ist sofort am Anfang der Schwangerschaft in Mutterschutz gegangen. In Italien wird das nicht Beschäftigungsverbot sondern frühzeitiger Mutterschutz (maternità anticipata) genannt.

Dieser frühzeitige Mutterschutz tritt auch bei Risikoschwangerschaften in Kraft. Hat die Schwangere zum Beispiel vorzeitige Wehen, kann der behandelnde Frauenarzt ein Zertifikat erstellen. Mit diesem Zertifikat kann man beim ASL die „maternità anticipata“ beantragen. Generell ist es hier nicht so schwer, dieses Zertifikat zu bekommen. Ich habe gehört, dass im Süden Italiens sehr viele Frauen aus irgendwelchen Gründen schon ab dem 3. Monat zu Hause bleiben. Der schlimme Süden Italiens…

Schwangerschaft in Italien - Babyhand

Schwangerschaft in Italien – Der weitere Verlauf

Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft in Italien gibt es keine großen Unterschiede bezüglich der Standarduntersuchungen. In der Regel werden alle 4 Wochen Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Meine Frauenärztin ist sehr gelassen und bestellt mich nur alle 6 Wochen zu sich, was ich auch absolut ok finde.

Was anders ist als in Deutschland sind die regelmäßigen Blut- und Urinuntersuchungen. Die werden nicht in der Praxis durchgeführt, sondern in Laboren oder in Krankenhäusern. Zum jeweils nächsten Arzttermin muss dann das Ergebnis mitgebracht werden.

Diese Kontrolluntersuchungen können auch von Hebammen durchgeführt werden. Eigentlich sind in der Schwangerschaft in Italien nur 4 Ultraschalltermine wahrzunehmen. Die führt der Frauenarzt durch, aber die weiteren monatlichen Kontrollen können Hebammen machen. Meine Ärztin macht jedes Mal einen Ultraschall. Ich wäre sonst zu neugierig, wenn ich immer so lange auf ein neues Bild warten müsste.

In der 12. Woche kann man sich entscheiden, ob man die Nackenfaltenmessung durchführen möchte. Auch andere Untersuchungen wie Chorionzottenbiopsie und Fruchtwasseruntersuchung sind möglich. Ebenso wird der orale Glukosetoleranztest (test della curva glicemica) zwischen der 24. Und 28. SSW durchgeführt. Auch hier war meine Ärztin sehr entspannt. Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Kind, hat sie mir den Test nicht verschrieben. Meine Blutwerte waren immer ok und daher hat sie es mir erspart, die süße Flüssigkeit zu trinken.

Im Beruf änderte sich nur insofern etwas für mich, dass ich nicht mehr Reisen durfte. Bei meiner ersten Schwangerschaft in Italien sollte ich eine Geschäftsreise nach Berlin antreten, die dann geplatzt ist. Selbst kurze Zugstrecken zu unserem Firmensitz in Bologna waren nicht erlaubt. Aber ich glaube, diese Entscheidungen trift jedes Unternehmen indivduell.

Für Frauenarzttermine während der Schwangerschaft gibt es Extra-Urlaub. Das bedeutet, wenn ich einen Termin in die Arbeitszeit gelegt bekomme, darf ich mich für die Dauer der Untersuchung vom Arbeitsplatz fern halten. Dafür muss ich nicht meinen Urlaub gebrauchen.

Schwangere Frauen werden auf Händen getragen

In der U-Bahn bekommt man einen Sitzplatz angeboten und im Supermarkt darf man an der Kasse vor. Schwangere Frauen haben in Italien einen ganz besonderen Stellenwert. Auch wenn das mit dem Sitzplatz in der Bahn und dem Vorlassen an der Kasse bei jüngeren Generationen im Norden auch nicht mehr ganz so selbstverständlich ist…

Aber besonders ältere Menschen halten einen auf der Straße an, fragen, wann es soweit ist und ob es ein Junge oder Mädchen wird. Und das alles mit einem strahlenden Gesicht und einem freundlichen Lächeln auf den Lippen. Oft werden dann Geschichten aus dem eigenen Leben erzählt und wie das so mit den Kindern damals war. Ob man sich kennt oder nicht, spielt gar keine Rolle.

Man wird oft angehalten

Wie oft ist es mir passiert, im Vorbeigehen einem lächelnden Menschen ins Gesicht zu blicken, der „auguri“ zu mir sagt: Herzlichen Glückwunsch!

Neulich hielt mich eine ältere Frau an und wollte wissen, ob ich einen Jungen oder ein Mädchen erwarte. Ich war gerade mit Valentino unterwegs. Als ich sagte es sei wieder ein Junge, meinte sie: „Ich habe zwei Mädchen. Eigentlich wollte ich beim zweiten Mal einen Jungen. Ich hatte sogar schon einen blauen Strampelanzug genäht. Aber dann ist es halt so gekommen.“ Weiterhin sagte sie, dass man bei gleichgeschlechtlichen Geschwistern ja sparen würde. Sie hätte nur ein Kommunionkleid nähen müssen, was sie heute noch im Schrank aufbewahre.

Oder gerade heute Morgen als ich Valentino in den Kindergarten brachte. Eine alte Frau schaute im Vorbeigehen auf meinen Bauch, lächelte freundlich und warf mir einen Handkuss zu. Unglaublich süß! Eine andere sagte mir: „Du trägst das Schönste der Welt in dir: unsere Kinder!“. Gleich zwei Erlebnisse hintereinander am selben Morgen!

Als Valentino unterwegs war, haben wir Urlaub in Apulien gemacht. Das liegt ganz im Süden Italiens. Am Strand wurde ich ständig bewundernd angeschaut und angesprochen. Dort hat man noch viel mehr gemerkt, wie heilig Schwangere für die Italiener sind.

Ich freue mich immer über diese warmherzigen Begegnungen. Wenn die Menschen so ehrlich und spontan sind, bin ich total froh, in Italien zu leben. Sicher gibt es diese Art Leute auch in Deutschland, aber es ist eben nicht typisch. Eine Schwangerschaft in Italien hat schon seine Vorzüge.

Mutterschutz und Elternzeit

Man bezeichnet den gesamten Zeitraum, in dem man nicht arbeitet, als maternità. Es gibt keine verschiedenen Bezeichnungen wie Mutterschutz und Elternzeit. Es wird lediglich zwischen Pflichtzeit (maternità obbligatoria) und fakultativer Zeit (maternità facoltativa) unterschieden.

In Italien beginnt der Mutterschutz normalerweise 8 Wochen vor der Geburt. Sollte der Geburtstermin beispielsweise am 1. März sein, so tritt der Mutterschutz ab dem 1. Januar ein.

Insgesamt ist jede Frau, die eine Festeinstellung hat, dazu verpflichtet 5 Monate lang zu Hause zu bleiben. Das bedeutet für 2 Monate vor und 3 Monate nach der Geburt muss sie ihren Arbeitsplatz abtreten.

Es gibt seit ein paar Jahren die Möglichkeit, diese Zeit um einen Monat zu verschieben. Das bedeutet, anstatt zwei Monate vor der Geburt geht man einen Monat vorher in Mutterschutz und hängt den einen Monat hinten dran. Also in dem oben genannten Beispiel hieße das, der Mutterschutz beginnt am 1. Februar und die obligatorische Elternzeit endet am 1. Juli anstatt am 1. Juni.

Für den Antrag der sogenannten “maternità posticipata” benötigt man ein Zertifikat von einem Frauenarzt des SSN und eins des Betriebsarztes. Beide müssen bestätigen, dass die gesundheitliche Lage der Mutter und des Kindes es erlauben, im 8. Monat zu arbeiten.

Schwangerschaft in Italien - Babybauch und blaue Strümpfchen

Vergütung während der Schwangerschaft in Italien

Während dieser Pflichtzeit bekommt man 80% der Vergütung. Die wird vom „Istituto Nazionale della Previdenza Sociale“ – INPS – gezahlt. Das ist eine Art Sozialamt. Der Arbeitgeber entscheidet, ob er die restlichen 20% selbst dazu steuert. Das ist natürlich nicht schlecht, denn somit kommt man auf sein volles Gehalt.

Nach den obligatorischen 5 Monaten kann man noch insgesamt weitere 6 Monate zu Hause bleiben. Diese Zeit nennt sich maternità facoltativa und kann ganz flexibel gestaltet werden. Entweder werden die 6 Monate direkt im Anschluss der Pflichtzeit genutzt oder man verwendet sie später. Dazu hat man Zeit bis das Kind 12 Jahre alt ist. Die Vergütung liegt in dieser Zeit allerdings nur bei 30%. Nach dem 6. Lebensjahr des Kindes hat man zwar noch Anspruch auf die freie Zeit, aber nicht mehr auf die Bezahlung.

Flexible Elternzeit

Außerdem kann die maternità facoltativa in Abschnitten oder sogar stundenweise verwendet werden. Ich kenne Mütter, die nutzen jeden Tag ein paar Stunden ihrer fakultativen Elternzeit. Somit haben sie kein großes Gehaltseinbüßen, können aber trotzdem eine Weile Teilzeit arbeiten.

Andernfalls kann man sie auch in den Sommermonaten einsetzten, wenn die Schulen drei Monate lang schließen. Hier ist wirklich große Flexibilität gegeben.

Sowohl die maternità obbligatoria als auch die maternità facoltativa müssen beim INPS beantragt werden. Nach der Geburt des Kindes muss noch einmal das effektive Geburtsdatum angegeben werden. Das kann zum Glück alles online gemacht werden. Genauso kann der Antrag für die maternità über das Internet gemacht werden. Man sollte nur rechtzeitig den PIN beantragen, da die Prozeduren etwas umständlich sein könnten. Die Seite gibt es übrigens auch auf Deutsch. Sehr praktisch.

Eine weitere gute Erfindung für Mütter ist die sogenannte Stillzeit (periodo di allattamento). Mamis die vor dem ersten Geburtstag des Kindes wieder arbeiten gehen, haben während des ersten Lebensjahres des Babys das Recht, jeden Tag 2 Stunden eher zu gehen. Und das bei vollem Gehalt.

Das Ende der Schwangerschaft

Beim ersten Baby macht man natürlich einen Geburtsvorbereitungskurs. Man hat viel Zeit, um sich über alles genausten zu informieren und Besorgungen zu erledigen. Ich bin auch echt glücklich über die Wahl des Krankenhauses und dem dazugehörigen Geburtsvorbereitungskurs meiner ersten Schwangerschaft in Italien. Noch heute bin ich mit den Mamis des Kurses in Verbindung.

Geburtsvorbereitungskurse werden sowohl von privaten als auch von öffentlichen Einrichtungen angeboten. Auch Familienberatungsstellen (consultorio familiare wie weiter oben schon erwähnt) bieten diese Kurse an. Ich habe meinen damals direkt im Krankenhaus gemacht. Somit wurde gleich die Verbindung hergestellt und man hat sich an das Umfeld gewöhnt. Dort habe ich auch alle weiteren Informationen bekommen. Was alles mit ins Krankenhaus genommen werden muss, welche Unterlagen nötig sind und welche Untersuchungen ich noch machen muss.

Im letzten Monat der Schwangerschaft kann man direkt im Krankenhaus den Abstrich zur Untersuchung  auf B-Streptokokken machen lassen. Wer eine Epiduralanästhesie (anestesia epidurale) oder auch kurz PDA haben möchte, wird auch eine Blutabnahme und einen Termin mit dem zuständigen Anästhesisten bekommen.

Die letzten Termine habe ich direkt im Krankenhaus wahrgenommen. Der Vorteil ist, dass man dann bereits eine Klinikakte besitzt und im jeweiligen Krankenhaus bekannt ist. Das kann oftmals von Vorteil sein.

Geburt und Wochenbett

Auf das Thema Geburt werde ich in ein paar Wochen noch mal in einem gesonderten Beitrag genauer eingehen. Ich habe ja schon eine Geburt in Italien erlebt. Noch genauere Erfahrungen kann ich euch aber mitteilen, wenn mein zweites Kind auf der Welt ist.

Wir haben jedenfalls in dem von uns gewählten Krankenhaus sehr gute Erfahrungen gemacht. Gibt es keine Komplikationen von Mutter oder Kind, wird man nach drei Tagen wieder entlassen.

Übrigens bekommt man von Fondo Est (siehe oben) pro Tag Krankenhausaufenthalt eine „Entschädigung“ von 80 Euro. Auch wenn man für den Aufenthalt in öffentlichen Einrichtungen nichts zahlen muss, hat man das Recht auf dieses Geld. Die maximale Aufenthaltsdauer pro Schwangerschaft sind 7 Tage.

Ich weiß von meiner Schwester, dass in Deutschland nach der Geburt eine Hebamme nach Hause kommt. Diesen Service hätte ich mir bei meinem ersten Baby sehr gewünscht.  Leider ist das hier nicht üblich. Gegen Bezahlung hätte ich sicher jemanden gefunden, habe mich aber dann nicht weiter bemüht. Und wir haben auch alles alleine geschafft.

Als Anlaufstelle dienen in Italien die Familienberatungsstellen, von denen ich weiter oben geschrieben habe. Hier kann man mit seinen Fragen und Sorgen jederzeit hinkommen und Hebammen kostenlos treffen.

Fazit über eine Schwangerschaft in Italien

Das „Sistema Sanitario Nazionale“ funktioniert in Italien schon recht gut. Zumindest hat es diesen Ruf. Man muss nur erst einmal verstehen, wie es funktioniert und was man tun muss. Es gibt zahlreiche kleine Unterstützungen und Hilfen im Falle einer Schwangerschaft oder der darauffolgenden Mutterschaft. Wie zum Beispiel die zusätzlichen privaten Krankenversicherungen, die vom Arbeitgeber gezahlt werden. Oder die Möglichkeit, 2 Stunden früher aus dem Büro zu gehen solange das Kind noch kein Jahr alt ist.

Wer in Italien ein Baby bekommen möchte, sollte sich ausführlich über all diese Dinge informieren. Aus bürokratischer Sicht gibt es nämlich so einige Unterschiede zum deutschen Gesundheitssystem. Die Zeiten für Anträge können auch länger sein.

Solltet ihr noch weitere Fragen zum Thema Schwangerschaft in Italien haben, dann schreibt einfach einen Kommentar unter den Beitrag. Ich freue mich, euch weiterhelfen zu können.

Vielleicht habt ihr aber auch schon eine Schwangerschaft in Italien erlebt? Dann teilt mir eure Erfahrungen ebenfalls unten im Kommentarbereich mit.

Kommentare (4)

  • Holger

    Großartiger Blog!

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    • Bambini Belli

      Vielen Dank! 🙂

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  • Steffi

    Hallo Johanna, vielen Dank für deinen Blog. Ich bin momentan mit meinem ersten Kind schwanger und werde in ein paar Wochen nach Italien ziehen. Mein Mann ist auch deutscher, daher wird es vermutlich noch etwas schwieriger, da wir noch die Sprachbarriere haben. Es ist alles ziemlich aufregend. Daher nun meine Frage: Weißt du ob es schwierig wird englisch sprachige Beratung zu finden? Wir ziehen nach Padua, das ist ja immerhin eine Uni-stadt. Viele Grüße, Steffi

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    • Bambini Belli

      Hallo Steffi,

      Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Padua ist sicher weniger international als Mailand, aber im Krankenhaus von Padua (policlinico universitario), wo mein Mann studiert hat, sollten sie auch englisch sprechen. Eine Privatpraxis, in der deutsch oder englisch gesprochen wird, fällt mir spontan nicht ein (ein bisschen kenne ich die Stadt durch meinen Mann, der dort auch aufgewachsen ist). Aber ich denke, am Universitätsklinikum wirst du schon mehr Glück haben.
      Falls du noch weitere Fragen hast, schreib mir gerne. 🙂
      Liebe Grüße,
      Johanna.

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