Kinderbett ab 2 Jahren – Welches Modell?

Bald kommt unser Nachwuchs zur Welt und ich bin noch gar nicht vorbereitet! *Hilfe!* Nach der Wahl des Kinderwagens stellt sich die Frage des Schlafens. Wir haben kein weiteres Kinderzimmer, das heißt, die beiden Jungs werden in demselben Raum schlafen. Hoffentlich geht das gut… Am Anfang wird das Baby noch im Beistellbett bei uns im Schlafzimmer schlafen. Valentino hat momentan noch sein Gitterbettchen, was in ein paar Monaten das Bett vom Kleinsten werden soll. Der Große soll dann ein richtiges Bett bekommen. Aber welches? Ich habe mich mal schlau gemacht und nach einem Kinderbett ab 2 Jahren geschaut.

Kinderbett ab 2 Jahren - Kuscheltier

Normales Bett mit Stützbrett an einer Seite

Ein richtiges Kinderbett ist bestimmt noch nicht so geeignet, da Valentino einen sehr unruhigen Schlaf hat. Wenn ich ihn mit dem Kopf ans Kopfende lege, finde ich den Knirps morgens schräg und am Fußende wieder. Aus einem normalen Bett würde er bestimmt herausfallen.

Die Variante mit einem Stützbrett oder einem kleinen Geländer an nur einer Seite könnte funktionieren. Es gibt dann zwar noch den Spalt, der zum Einsteigen dient, aber da könnte man ja ein Kissen oder etwas ähnliches hinlegen. Wir haben von meiner Mutter mal ein langes, röhrenförmiges Kissen bekommen. Das macht sich bestimmt gut als Barriere. Ähnlich wie ein Stillkissen.

Bei Banaby gibt es zum Beispiel das ein oder andere Kinderbett ab 2 Jahren mit dieser Stützbrett-Lösung.

Montessori – Einfach nur eine Matraze mit Lattenrost auf den Boden legen

Durch eine Freundin bin ich auf die Montessori-Methode des Schlafens aufmerksam geworden. Kurz gesagt handelt es sich hierbei um das Schlafen auf dem Boden, sprich ein niedriges Bett. Das Kind kann somit nicht herausfallen beziehungsweise tut es sich dabei nicht weh. Die Höhe des Bettes ist gerademal die, einer Matratze also wenige Zentimeter.

Sicher kann man auf die Dauer nicht einfach eine Matratze auf den Boden legen. Die könnte mit der Zeit schimmeln und ohne Lattenrost ist es bestimmt auch nicht so bequem. Aber ein Lattenrost und ein Bettkasten, damit es schöner aussieht, ist ja nicht so schwer aufzutreiben.

Das Kind meiner Freundin ist 3 Jahre alt und hat bis vor Kurzem noch im Bett der Eltern geschlafen. Um eine langsame Umgewöhnung zu gewährleisten, hat sie ein Montessori-Bett ins Schlafzimmer gestellt. Die Kleine geht nachts von alleine in dieses Bett und ist dabei vollkommen selbstständig.

Sabrina von Wunschkind-Herzkind-Nervkind hat einen umfassenden Artikel zum Thema Floor Bed nach Maria Montessori geschrieben und ich muss sagen, die Idee gefällt mir sehr.

Diese Art von Bett hat noch mehr Vorteile. Ich muss oft ziemlich lange an Valentinos Bett sitzen und warten, bis er einschläft. Bei einem Floor Bed könnte ich mich einfach dazu legen. Das ist definitiv weniger anstrengend, als eine Stunde lang auf einem Stuhl zu sitzen.

Außerdem kann der Kleine dann selber aufstehen und gegebenenfalls zu uns ins Bett kommen. Na gut, ob das so von Vorteil ist, ist die zweite Frage…

Floor Bed – Hausbett

Es gibt wunderschöne Ideen für Montessori Floor Beds. Zum Beispiel ist ein Hausbett auch dekorativ und spielerisch wunderschön für ein Kinderzimmer. Ivy zeigt auf ihrem Blog, wie ihres aussieht. Das blaue Tuch über dem Balken lässt das Bett super gemütlich wie eine Höhle wirken und die Lichterkette kreiert abends eine schöne Einschlaf-Stimmung. Außerdem hat sie viele Kissen in das Bett gelegt. Da bekommt man selbst Lust, sich hinzulegen und ein Nickerchen zu machen.

Doppelstockbett – kein Kinderbett ab 2 Jahren

Aus Platzmangel müssen wir sicherlich früher oder später auf ein Doppelstockbett setzen. So habe ich mir das jedenfalls immer vorgestellt. Ich habe jetzt allerdings festgestellt, dass diese Betten erst ab 6 Jahren empfohlen werden. Wegen der Absturzgefahr, das macht ja auch Sinn. Ein solches Bett ist bestimmt kein Kinderbett ab 2 Jahren. Da meine Kinder aber einen sehr geringen Altersunterschied haben, müsste der Große schon ab spätestens 3 Jahren oben schlafen. Das ist vielleicht immer noch ein bisschen früh.

Ich werde das dann je nach seinem Schlafverhalten mit 3 Jahren beurteilen und entscheiden. Auf jeden Fall gibt es hier auch sehr schöne Ideen. Annette von Blick7 hat ein Ikea-Bett zum Hochbett umfunktioniert. Ich könnte mir vorstellen, das auch als Doppelstockbett zu nutzen. Wenn man unten noch ein Lattenrost und eine Matratze reinlegt, kann dort noch jemand nach der Montessori-Methode schlafen.

Gitterbett – nur für ganz kleine Babys

Die Recherche nach einem geeigneten Kinderbett ab 2 Jahren hat mich immer mehr davon überzeugt, dass ein Gitterbett unpraktisch ist. Sowohl für die Eltern als auch für das Kind. Gerade jetzt mit dem dicken Babybauch ist es extrem schwer für mich, Valentino ins Bett zu legen und wieder herauszunehmen. Solange er noch ein Baby war, lief das ganz gut. Als er noch nicht stehen konnte, habe ich die Matratze auf der höheren Einstellung gehabt, musste mich also nicht so sehr bücken. Jetzt ist das wirklich anstregend.

Welches Modell wählen?

Welches Kinderbett ab 2 Jahren ist also das Beste für uns?

Am Liebsten hätte ich ein Montessori-Bett für meinen Kleinen. Die Hausbett-Lösung gefällt mir sehr gut, weil man das so schön spielerisch gestalten kann. Außerdem gibt es dafür auch viele DIY-Ideen und -Anleitungen. Ich kann mir vorstellen, dass er zumindest am Anfang sogar lieber ins Bett geht als vorher. Mein Kind ist nämlich immer sehr zugänglich für neue, interessante Sachen und will alles ausprobieren. Er wird definitiv öfter mal heraus kullern, aber bei der geringen Höhe dürfte da nichts passieren.

Endlich müsste ich dann nicht mehr am Gitterbettchen hocken und auf einem unbequemen Stuhl mit Rückenschmerzen versauern.

Aber auch ein Bettchen mit einem Stützbrett gefällt mir gut. Da gibt es auch viele schöne Modelle, die gut in unser Kinderzimmer passen würden.

Ein bisschen Zeit habe ich ja noch. Idealerweise schlafen das Baby und der Große aber ab dem Herbst in einem Zimmer. Mal schauen, ob ich das schaffe. Valentino hat damals ab 6 Monaten in seinem Zimmer geschlafen. Bis dahin war er immer im Beistellbett. Ein Familienbett haben wir nie wirklich betrieben, weil Silvio dann immer auswandert. Wenn ich Valentino mal zu uns ins Bett hole, dann dreht und wendet er sich und mein Mann kann dann nicht mehr schlafen. Das Sofa bleibt dann seine einzige Lösung.

Kommentare (2)

  • Victoria Gabel

    Unser Sohn ist gerade 2 Jahre geworden. Bislang wurde unser Ehebett zum Familienbett umfunktioniert und wir haben uns gemeinsam durch die Nacht gekuschelt. Sein kleines Gitterbett steht seither neben unserem und ist so gut wie ungenutzt. Er fand sein Gitterbett noch nie toll und irgendwie kann ich ihn auch verstehen. Wer schläft schon gern hinter Gittern? Nun haben wir uns nach langem hin und her dazu entschlossen, ihm ein 90x200cm Bett in sein Zimmer zu stellen. Es wird eine Art Montessori – Bett. Etwas höher, aber dennoch eine sehr geringe “Fallhöhe”. Da sich unser Sohn ebenfalls nachts quer durch sein Bett kuschelt, werden wir eine Rolle an der von der Wand angewandten Seite befestigen. So hat er erstmal eine sanfte Barriere, die er aber sehr gut überwinden kann, wenn er doch lieber ins Eltern Schlafzimmer möchte. Dort ist er weiterhin immer herzlich willkommen. Wir genießen es immer zu kuscheln. Da wir ihn weiterhin in den Schlaf begleiten, haben wir uns auch für ein großes Bett entschieden. Falls du dich aber für ein normales Bett entscheiden solltest, kannst du die Lücke, die zum Einstieg in das Bett gedacht ist, mit einer Bettschnecke (z. B. Dawanda) oder einem Stillkissen zum Schlafen schließen. Liebe Grüße aus der Heimat und alles Gute für Euch vier

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    • Bambini Belli

      Hallo Victoria,
      Da hast du Recht, wer will schon gerne hinter Gittern schlafen? Ich finde die Montessori-Betten oder ähnliches auch wirklich super. Wenn das Kind nicht im Elternbett schläft, ist ganz zu Beginn so ein Gitterbett vielleicht eine gute Lösung, aber später sind andere Betten ansprechender.
      Liebe Grüße auch an euch drei!
      Johanna.

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